Niederelbert ist ein Stern in der Verbandsgemeinde Montabaur

Michael Gassman (links), Bürgermeister der Partnergemeinde Heuthen, mit Ortsbürgermeister Willi Müller

Die Anfahrtswege hätten unterschiedlicher kaum sein können - und doch kamen beide Bürgermeister mit reichlich Lob im Gepäck zum Kommers "800 Jahre Niederelbert" in die Elberthalle: Edmund Schaaf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur (Anreise rund 3 Kilometer) und Michael Gassmann, Bürgermeister der Partnergemeinde Heuthen im Eichsfeld in Thüringen (Anreise rund 280 Kilometer).

„Ich könnte Niederelbert heute zu 800 Jahren gratulieren“, sagte Schaaf in seinem Grußwort. „Aber ich glaube, es ist viel angemessener, der Gemeinde zu gratulieren zu den tollen Menschen, die Niederelbert prägen. Zu den Menschen, die mit dazu beigetragen haben, dass sich Niederelbert in einer so hervorragenden Verfassung zeigt. Die Kollegen Ortsbürgermeister, die hier unter uns sind, werden es mir nachsehen: Ich sage ja in jeder Gemeinde das sei die Schönste in unserer Verbandsgemeinde. Aber in Niederelbert darf man ruhig sagen: Niederelbert ist ein Stern unter den 25 Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Montabaur.“

Bürgermeister Edmund Schaaf als schlagfertiger Trommler

Edmund Schaaf gratulierte zudem Willi Bode, der im Rahmen des Kommerses zum ersten Ehrenbürger von Niederelbert ernannt wurde: „Eine Gemeinde funktioniert nur, wenn es Menschen gibt, die vorne weg gehen. Die Verantwortung übernehmen und nicht darauf warten, dass es andere tun, sondern die selbst etwas in die Hand nehmen. Ich möchte daher Willi Bode herzlich gratulieren zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde. Ich weiß, was du alles in der Gemeinde geleistet hast. Ich kann nur sagen, du hast es verdient und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass dir diese Ehre zu Teil wurde.“

Michael Gassmann, Bürgermeister der Partnergemeinde Heuthen, lobte in seinem Grußwort: „Es ist Wahnsinn, was Ihr auf die Beine gestellt habt. Ich bin heute zum allerersten Mal in Niederelbert, aber ganz sicher nicht zum letzte Mal in diesem Jahr.“ Gassmann versprach: „Unsere Partnerschaft ist ein wenig eingeschlummert - aber mit der Betonung auf eingeschlummert. Denn was schlummert, kann auch wieder geweckt werden. Unsere höchste Anerkennung für 800 Jahre bewegte Geschichte. Sie und ihre Vorfahren haben es geschafft, aus einer kleinen Wildhube dieses wunderschöne Dorf zu schaffen. Ein Dorf, das wirklich stolz auf das Erreichte sein kann. Ich kam hier her und wurde so offenherzig empfangen, habe eine wunderschöne Gemeinde mir anschauen dürfen, die schöner nicht sein kann. Ich möchte heute Abend nicht nur gratulieren, sondern auch ein klares Bekenntnis zu unserer Partnerschaft abgeben.“

Gassmann hatte zudem ein Geburtstagsgeschenk aus Thüringen mit in den Westerwald gebracht: Eine Sitzbank, die er im Rahmen des Kommers als kleines Model an Ortsbürgermeister Willi Müller überreichte: „Vielleicht setzt ihr euch morgens beim Sonnenaufgang drauf, schaut gen Osten und denkt euch, Mensch, vielleicht sollten wir mal wieder in Heuthen vorbeischauen. Uns würde das sehr freuen.“

(Bericht & Fotos: Tom Neumann)