Erstes Treffen „Bürger helfen Bürgern“

Am Dienstag, den 05. April fand das erste Treffen der Bürgerinnen und Bürger statt, die im Rahmen des Projektes „Bürger helfen Bürgern“ mitarbeiten möchten. Neben vielen interessierten und bereits engagierten Bürgerinnen und Bürgern konnte Ortsbürgermeister Christoph Neyer als Gäste Frau Gläser, Generationenbeauftragte der Verbandsgemeindeverwaltung und Herrn Gerold Sprenger begrüßen, der als Vorsitzender des Vereines „Generationengemeinschaft Ruppach-Goldhausen lebenswert e.V.“ in seinem Vortrag wertvolle Informationen und Anstöße gab.

Herr Sprenger zeigte deutlich auf, dass die Menschen unserer Gesellschaft deutlich älter werden, gleichzeitig aber in ihrer Zahl absolut abnehmen und dies ganz besonders ein Problem für Siedlungsgebiete im ländlichen Raum werden wird. Hier sind funktionierende dörfliche Strukturen, die es auch hochbetagten Menschen erlauben möglichst lange in ihrem vertrauten soziale Umfeld zu bleiben, entscheidend. Aus diesem Grund möchten auch wir uns mit dem Projekt „Bürger helfen Bürger“ über ein Angebot an Hilfeleistungen dieser Verantwortung stellen.
In der anschließenden Diskussion wurde herausgearbeitet, dass für unser Projekt eine Organisation aufgestellt werden soll, die einerseits Angebote für Hilfeleistungen erarbeitet und hierfür ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gewinnt, andererseits aber auch die Anfragen auf Hilfeleistungen koordiniert und an die Helferinnen und Helfer vermittelt. Dabei soll darauf geachtet werden, dass die Angebote nicht in Konkurrenz zu den Angeboten der örtlichen Vereine stehen (z.B. Organisation von Ausflügen, Sport- und Kulturprogrammen ) und anfangs auch nur solche Hilfeleistungen angeboten werden, für die bereits ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Verfügung stehen.

Um das Projekt auf den Weg zu bringen, werden wir uns am Donnerstag, den 28. April 2016, um 19:00 Uhr im Rathaus Niederelbert zu einem weiteren Gespräch treffen, in dem dann bereits die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden sollen. Darunter ist neben der Bildung eines „Kataloges an Hilfeleistungen“ auch die Aufteilung von Verantwortlichkeiten, die Installierung einer eigenen Telefonnummer als zentrale Anlaufstelle sowie weiterer Rahmenbedingungen, wie Versicherungsschutz der Ehrenamtler, zu verstehen.

Es wäre schön, wenn das Interesse an diesem Projekt eine große Basis in unserem Dorf findet und wir eine tragfähige Organisation aufbauen können. Daher möchte ich nicht nur diejenigen zu der nächsten Sitzung einladen, die bereits an dem Ersten Treffen teilgenommen haben, sondern auch alle Interessierten, die sich in dem Projekt „Bürger helfen Bürger“ zukünftig einbringen möchten.
Denn eines ist sicher: Die demografische Entwicklung zeigt, dass die Gesellschaft älter wird, schon heute die großfamiliären Strukturen nicht mehr in dem Umfang vorhanden sind, wie noch vor 30 Jahren und somit der Gesellschaft und hier ganz besonders den dörflichen Gemeinschaften eine wichtige Rolle zukommt, wenn dafür Sorge getragen werden soll, dass die Menschen bis ins hohe Alter in ihrer gewohnten Umgebung und mit den vertrauten sozialen Strukturenleben können.

Christoph Neyer
Ortsbürgermeister